Sonntag, 28. Februar 2010

In Peru, in Peru, in den Anden...

Hola Hombres y Mucheres,

ich bin seid neuestem nicht mehr allein, ich bin zu zweit! Nein ich wurde nicht Opfer eines Menschenversuches mit Maennlicher Schwangerschaft, und nein ich seh auch nicht so aus als ob ich schwanger waere. Mein Cousin Daniel hat sich aufgemacht Peru zu besuchen. Da ich ja quasi eh auch gerade in der Gegend bin hatten wir natuerlich abgemacht uns zu treffen!
Als erstes war ich aber nochmal kurz in Montañita. War lustig durch die Strassen zu laufen und zu all den bekannten Gesichtern "Hallo" su sagen. Nach zwei Naechten war ich dann aber auch schon in aller Fruehe (um 4.45 Uhr ging der Bus) auf dem Weg nach Lima. Diese Fahrt kostete mich insgesamt 32 Stunden inkl. kleiner Pausen. Aber da die Langstreckenbusse hier so billig und echt auch kompfortabel sind, war das OK. Ich bekam drei warme Essen, die Sitze waren viel bequemer als wie im Flugzeug und die Landschaft war auch recht interresant. Naja zumindest bis ich die ersten km in Peru hinter mich gebracht hatte. Die Kueste ist mehr oder weniger nur Wueste.
In Lima angekommen machte ich mich auf zum Hostel, im warscheinlich Stadtaeltesten und dreckigsten Taxi. Der Fahrer war so um die 120 Jahre oder so und hat kaum noch zu den Augen raus gesehen, aber er hat mich heil durch den Verkehsjungel (naja eher Verkehrskaos) transportiert. Das Hostel war auch klasse. So dann ist was fatales passiert. Ich hab Robby (54)aus Holland gertoffen. Ich habs Alter nur mal so aus Spass dazu geschrieben. Er und seine Freundin nahmen mich gleich mit auf ne kleine Tour durch die nette Gegend rund ums Hostel (in Barranco/Lima). Da ich ja voellig neu war wieh er mich mal ordentlich in das nationalgertaenk der Peruaner ein, "Pisco sour". Das ist irgend ein "Schnaps" mit Zuckerwasser und Eiweis verquirlt, schmeckt ok, hat aber in rauen Mengen zur Folge dass,... wie auch immer, wir hatten ne super Party! Am Sonntag um 24 Uhr holte ich dann Daniel vom Flughafen ab. Sehr lustig, der war noch "bleich wie s Kaetzle am Bauch" OK ich bin auch kein Neger, aber aehh zumindest hab ich schon Farbe... Wir sind dann auch gleich mal noch mit den Hollaendern auf ein lecker Bierchen... Nachdem wir Tags darauf Limas Zentrum inkl. der riessigen Kirche und dem Hausberg erkundet hatten machten wir uns auf Richtung Huacachina. Das liegt 6 Stunden Suedlich von Lima und ist eine Oase in mitten von Sandduenen. Was uns dorthin verschlug ist ganz einfach! In allen Reisefuerhern steht, dort kann man mit Buggys durch die Duenen heizen, bzw. fahren. Wir sind allso voller Erwartung in der kleinen Oase einmarschiert. Das Hostel war super, mit Pool hinter dem sich gleich eine 200m Sandduene richtung Himmel erhob. Wir fragten rum wie das hier jetzt laeuft mit den Buggys, aber alle sagten uns wir koennen nur bei so ner Tour mitgehen, bei der man mit nem Buggy (ab sieben Personen, ja die Dinger waren schon gross) und mit nem Chaufeur (verdammt) ueber die Duenen brettert. OK, die Kollegen haben noch Sandboards dabei, ne menge Erfahrung usw...
Wie auch immer, wir machten natuerlich die Tour und hatten ne Menge Spass auf dem Bauch (darunter natuerlich ein Brett) die Duenen runter zu schlittern, ich denk mal wir hatten so um die 70kmh oder so drauf... Wir (als alte Snow-boarer) versuchten natuerlich auch stehend die Duene runter zu sliden, sah gut aus konnte aber nix (wie die beruehmte Russische Tennisspielerin Anna Kournikova). Und wen trafen wir in den Duenen wieder, unsere Holaendischen Freunde aus Lima.
Weiter ging es zu den Nazca Linien die ja auch Weltbekannt sind. In der Nacht ging es gleich weiter Richtung Arequipa. Das ist ne 800.000 Menschen Stadt. Waerend wir noch im Bus unterwegs waren, muss wohl in Chile ganz ordentlich die Erde gebebt haben,

WIR SIND ABER OK, DAS ERDBEBEN HAT UNS NICHT ERREICHT!!!

Hier in Arequipa gibt es auch wieder viel anzusehen, alte Kloester die so gross sind wie ein Dorf, Museen usw... Ach ja natuerlich darf ich nicht vergessen zu erwaehnen, wir waren gester Cuy essen, das ist ein Spanisches Wort fuer ein Deutsches Haustier, schmeckt wie Haehnchen, ist aber muehsamer zu essen. Vielleicht erkennt man auf dem Bild was es mal war?
Morgen werden wir uns aufmachen um im Colca-Canyun ne Trekking tour zu machen. Das ist der zweittiefste Canyon der Welt (fuer die Freunde des Grand Canyon, unserer ist doppelt so tief!!!)
Bevor ich s vergess, hier ist es trocken, keine hohe Luftfeuchtigkeit und es hat gerade 22 Cº fuehlt sich aber an wie ca 30 oder so!

Alla dann macht es gut und haltet mich auf dem Laufenden!

Gruesse Mathias

Mittwoch, 17. Februar 2010

...ab in die Berge

Hallo erst mal,
Fasnacht ist vorbei, ich bin noch am leben und die Reise laeuft auf Hochtouren. Hoch"touren" ist auch schon ein gutes Stichwort.
Nachdem ich die Kueste in Canoa verlassen hatte, ging es im Nachtbus nach Quito, die Hauptstadt Ecuadors! Ich war nicht alleine, Adrien aus Paris war mir zur Seite, sonst haette ich wohl sehr viel mehr Geld gebraucht. Er kannte sich schon aus in Quito und kannte die Guenstigen Busslienien (25 Cent durch die ganze grosse Stadt).
Die Altstadt ist echt super schoen, viele alte grosse Gebaeude aus der guten alten Zeit (ich weis leider spontan die Epoche nicht, da klingt "gute alte Zeit" doch ganz gut, oder?) In Quito waren wieder mal viele nette Leute unterwegs! Mit zwei verrueckten Englaendern und einer aus Schramberg (jawoolll das Schramberg bei uns um die Ecke) machte ich dann auch einen Trip zum Mittelpunkt der Erde! Der Equador verlaeuft naemlich genau durch den Rand von Quito. Leider zahlten wir die 2$ Eintritt fuer den falschen Mittelpunkt der Erde. Die Franzosen hatten sich da vor einigen Jahr(hunderten) verrechnet und vorschnell ein riessiges Denkmal gebaut das die Equadorlienie mit 0 grad 0´0" kennzeichnen sollte. Zum Glueck kam vor ein paar Jahren die Weltneuheit mit diesem "GePeAEs" heraus und wir wissen nun das der Equador 220m neben diesem doch sehr schoenen Denkmal liegt... dort gíbt es auch ein schoenes Museum, in dem man einige Experimente machen kann, z.b. dreht sich das Wasser im Spuehlbecken im Norden wirklich nach rechts und im Sueden nach links (oder anderst herrum) auf jeden Fall gibt es, wenn das spuehlbecken genau auf dem Equador liegt garkeinen Strudel)! Glaubt dass oder nicht, ich hab das Beweisvideo!!!
Am Samstag ging es dann weiter Richtung "Cotopaxi" das ist der zweithoechste Vulkan im Land. Die Tour war super und ich hatte Glueck, da auf dem Hinweg ein Bierlaster einen Unfall hatte (was offenstichtlich kein Glueck war, das gute Bier tztztz...) kam ich mit der Tourgruppe genau richtig als sich die Wolken um den Vulkan lichteten! Wir marschierten dann rauf auf ziemlich genau 5.000 Meter (und da faellt mir gerade auf, dass ich zu Fuss noch nie hoeher war, olee...) Der Glaetscher beginnt bei ca. 4890m wir sind natuerlich noch schnell die 20m auf den Glaetscher, wat mut dat mut! Runter ging es dann mit Mountainbikes, was auch sehr viel Spass machte!
Am Abend wollte ich dann den Bus nach Baños nehmen, also hab ich mit meinem Tourguide abgemacht, dass er mich am Panamerika Highway rauslaesst. Leider fuhren die Busse alle mit einem "Affenzahn"(im Sinne von "schnell") an mir vorbei. Da ich aber genau vor der Polizeistation (die sich hier im "Nirgendwo" befand) wartete, klopfte ich einfach mal und Fragte die Kollegen ob es ueberhaupt moeglich ist hier einen Bus zu erwischen. Ein Polizist (so um die 50 und sehr nett) kam dann mit mir zur Strasse und checkte die Busse. Die erste halbe Stunde fuhr keiner vorbei, der Richtung Baños unterwegs war. Leider wurde es auch schon Dunkel. Machte aber nix wir hatten ein nettes Gespraech (jawoll ich hab mein bestes Spanisch ausgepackt und war selber ueberrascht was ich ihm alles erzaehlen konnte). Endlich fuhr ein Bus mit Richtung Baños durch, Hernando (der Mann in Gruen) winkte wie verrueckt, der Busfahrer uebersah uns aber und rauschte vorbei. Jetzt schlug die Stunde meines Freund und Helfers! Hernando packte die Schluessel zu seinem Dienstfahrzeug (ein fetter Polizei=Pickup) aus und meinte "vamos" was so viel heist wie "gehen wir". Also duesten wir dem Bus hinterher, ueberholten alle Autos, er blinkte auf usw. bis wir den Bus ueberholt und auf den Standstreifen gewunken hatten. Er machte dem Busfahrer kurz klar, das ich nach Baños musste und ab ging die Post.
In Baños war der Carneval im vollen Gange! Hier laeuft das so ab, die Leute laufen den ganzen Tag mit Wasserbomben und einer Art Spruehdose rum aus der wohl ne gute halbe Stunde permanent Schaum abgefeuert werden kann. Das ist auch genau was gemacht wird. Ich ging Abends spaet, muede vom Vulkanbesteigen, richtung Restaurant. Es fuehlte sich an wie ein Versteckspiel. Fuer diesen Abend sollte ich verschont bleiben. Tags drauf gings es zum Canyoning. Da das nicht sooo der Knueller war buchte ich mit ein Paar Amis Rafting fuer den naechsten Tag. Das war dann echt mal richtig genial. Unser Schlauchbootguide sorgte dafuer dass wir auch auf jeden Fall so nass wie moeglich wurden, was aber sau lustig war!
Baños ist uebringens ein kleines Staedtchen in den Bergen, genauer gesagt am Fuss eines Vulkans. Der ist zur Zeit mal wieder aktiv, seid 106 Jahren. Nachdem ich dann von einer Bruecke gehuepft bin, natuerlich mit einem Seil gesichert (ich koennte mich an das Zeug gewoehnen, echt...) machte ich mich mit einem Buggy zurueck in die Stadt. Die Buggys kann man hier Tonnenweise mieten und es ist ein heiden Spass mit denen durch die Gegend zu heizen!!! Wie auch immer, Carneval war mittlerweile fast zu Ende (Mittwoch) aber 200m bevor ich mein Ziel mit dem Buggy erreichte schuettete (ich vermute ja es waren wiedermal recht freche Kinder :-) jemand einen rieeeessen Kuebel Wasser vom Balkon eines Hauses ueber mich. Natuerlich wurde ich auch nochmal so richtig eingeschaeumt. Mann mann mann und das am letzten Tag... Nachmittags fuhr ich mit drei Franzosen zu einem Hostel, direkt am Vulkan, mit freier Sicht auf die akrivitaeten. Sprich jede Stunde hoerten wir das Grollen des Ausbruches und sahen Schwarze Wolken aus dem Krater aufsteigen. Die Lavastroeme sollten nur bei Nacht sichtbar sein. Leider nicht in dieser, es war bewoelkt!
Gestern machte ich mich dann mit dem Nachtbus auf Richtung Guayaquil um mein Ticket nach Lima zu buchen, wo ich am Sonntag hoffentlich ankomme und meinen Cousin in Empfang nehme. Lieber Daniel, ich hoffe du bist auf Moskitos vorbereitet!! Wobei vielleicht gibt es die Biester in Lima ja garnicht...

Alla dann mal gute Erholung von der Fasnet und mann liest sich wieder!!
Mathias

PS. bin wieder in Montanita, das ticket fuer Lima ist gebucht, in zwei Tagen kann die Show also beginnen(29h im Bus)...

Dienstag, 9. Februar 2010

Montañita, die letzte Woche...

Hola,
heute schreibe ich aus Canoa, das ist eine Tagesreise noerdlich von Montañita. Ich kann mitlerweile wieder auf meinen Hintern sitzen, d.h. die Schmerzen vom Reitausflug sind verflogen, allerdings war ich gestern mal wieder joggen, am Strand- was eindeutig ne schoene alternative zu den heimischen Waeldern ist! OK, ich vermiss die Berge schon ein bisschen, aber heute abend fahr ich ja in die Anden, nach Quito, mit dem (hoffentlich Kompfortablen) Nachtbus (8h fuer ca. 6 €)! nochmal zum Joggen, da das wohl andere Muskeln wie das surfen beansprucht hab ich doch mal wieder ne kleine "Muskelkatze"...
Jetzt aber zur letzten Woche... Am Montag bekam ich nen anfruf! Normalerweise hab ich mein Handy nur dabei um ne Uhr zu haben, von demher gings knapp ne Minute bis ich meinen Klingelton erkannt hab. Sonst ruft mich ja normal keiner an (meine deutsche Handynummer wird uebrigens seid ca einem Monat und 5 Tagen nicht mehr abgerufen, schreiben bringt also nix :-) auf jeden Fall hat mich die Cousine vom Nr. 9 (alias Michael K., allerdings aus Sicherheitsgruenden Nr. 9 gennant) angerufen, sie ist gerade mit einem Freund auf tour und gerade in Montañita. Also haben wir uns getroffen! Carlos (ihr Kollege) hat gleich drauf los erzaehlt, was ich alles sehen muss in Ecuador (offensichtlich hat er viel Erfahrung und war auch schon was weis ich wo ueberal unterwegs!!!). Perfekt, war natuerlich fuer jeden Tip offen und er hat mir auch gleich ein Hostel in Quito (fuer morgen) reserviert.. Wir machten dann ab, das wir zusammen nach Baños (in die Berge) gehen um dort Carneval zu feiern... mit ner Deutschen in Ecuador Carneval, das wird zuenftig!!! Da ist wohl nix mit Konfetti oder so - Wasser und Schaumparty ist angesagt,... ole oleeee...
Den Rest der Woche war ich oefters mir anderen Schuelern der Spanischschule unterwegs und abends eigentlich immer bei Ademar in "Local Point" ich weis nicht ob ich in nem frueheren Blog mal was darueber geschrieben hab, aber er ist ein sau netter Kerl, hat ne Bar (Local Point) und versucht so viel wie moeglich mit mir zu reden. Auf Spanisch ist das zwar schwer, aber echt cool er ist echt ein super Typ!!! Ach ja die Ecuadorianer lachen sehr hoch, von dem her hab ich egal ob ich nen Witz versteh oder nicht was zum lachen!!! Die anderen Surfer sind auch mega locker drauf, von dem her viel mir der abschied aus Montañita auch sehr schwer, ich war kurz davor noch nen Tag laenger zu bleiben, hab dann aber in der Samstag nacht, nach ner Party doch entschieden, am Sonntag die Koffer zu packen. Vor ich allerdings den Rucksack aufschnallte, musste ich noch was erledigen!!!
>El Pez Arcoiris< so heist das Buch >Der Regenbogenfisch< auf Spanisch!!! Ich hab s uebersetzt, bzw. ich war quasi der Regiseur in diesem Projekt... Ich hab die Saetze so gut wie moeglich von Englisch auf Spanisch uebersetzt, dann hat irgendjemand (meistens Carmen, die Mutter der Kinder die das Buch geschenkt bekommen hatten und die auch die Cheffin im Hostel ist) daruebergelesen und alles berichtigt... naja, auf jeden Fall war ich dann am Freitag mittag nach ca. 6 Tagen Arbeit fertig... Die Kids haben sich natuerlich gefreut, auch wenn ich nicht dabei war, als sie das Buch vorgelesen haben (total schade)!
Am letzten Samstag war ich mit zwei Amigos in nem Nationalpark, der war eigentlich mehr oder wehniger ein Witz mit anlauf!! Zumindest hatte es eine art pool mit "Heilschlamm" am Boden. Da sind wir zweimal ordentlich schwimmen gegangen! Einer meiner Begleiter war Alex aus der Ukraine (39 Jahre und ueber !!! 80 !!! verschiedene Laender auf dem Buckel, ein "krasser" Typ). Abends war dann mal wieder ein Stromausfall, so um die 3-4 Stunden. Was solls, ein bisschen Ukulele spielen bei Kerzenschein, im Lokal meines Vertrauens, mit 8 Argientinierinnen... es gibt schlimmeres hahaaahaaaa...
Am Sonntag ging es dann um 10 Uhr auf den Bus, um 19.30 kam ich dann total verschwitzt in Canoa an. Im Bus hab ich noch zwei Chilenen getroffen, die sind mit mir dann ins Hostel und haben mir gestern am Strand ein bisschen das Jonglieren mit (wie heisen die dinger, ich glaub-) Kegeln. Der Strand hier ist mega lang und es gibt nur kaum Touris... im gegensatz zu Montañita. Me gusta ;-)
hui, jetzt bin ich irgendwie muede, bin aber auch schon seid (shiiittt) ca 3 h im Internet...
Ich denk ich leih mir jetzt noch n Surfbrett aus und geh den rest vom Tag surfen, mit nem Franzosen, der will das hier ein bisschen lernen. Naja ich hab gestern gesagt, ich kann s ihm ein bisschen Zeigen, bin mal gespannt....
Naja ueber die Muedigkeit brauch ich ja nix schreiben, Ihr seid ja auch relativ "Kommentarfaul"
Ach ich will mich nicht beschweren, ich denk mal alles was ich aus der Heimat wissen muss, weis ich...

Ich wuensch euch noch nen schoenen Winter und ne schoene Fasnet...

Gruesse Mathias