Sonntag, 24. April 2011

Badehose und Sonnenbrille 24/7

Ok, mal wieder Gedanken sammeln. Blick nach rechts, ein verrueckter Schweizer legt Musik auf. Blick nach links, ich ueberblick den Pier und seh ein Segelboot in der Bucht vor Caye Caulker. Mir gegenueber sitzt Goran ein Kroatischer Musiker. Die Haengematte die quer durch die Kueche haengt wird gerade von Greg belegt, mit dem hab ich noch nicht so viel gesprochen, aber er sieht lustig aus, ein bisschen wie Atze Schroeder.
Es ist Ostern, die kleine Insel vor Belize ist voll mit Leuten vom Festland. Rastafaris und viele Karibisch aussehende schwarze.
Vor ner ganzen weile bin ich mit nem 14m Segelboot auf ner sechs Meter Welle in "Bahia del Sol" in El Salvador eingesurft. Der ganze Segeltrip war ein super Erlebnis! Die Crew: Jim (US Bootsbesitzer) Andrew (mein Kanadischer Reisekumpel) Luca (Deutsch/Italienischer Segler bzw. viertes Crew Mitglied und einziger mit richtiger Segelausbildung an Bort). Wir verliesen Panama City um die Mittagszeit und sahen noch in der ersten halben Stunde einen Wal aus dem Wasser springen. Fing also schon mal cool an.
Die segelei war nicht so schwer zu verstehen. Luca zeigte uns ein paar kniffe und wir waren Hochsereif. Die See war absolut still, wir hatten aber trotztem super Wind und machten um die 9 Knoten. Das Leben an Bort war recht einfach, aufstehen essen, trinken, segeln und sicherstellen dass fuer den Sonnenuntergang ein Bier kuehl gestellt war! Wir hatten oft Tierische Begleiter, Schildkroeten, Wale und Haufenweise Delfine! Ist schon cool auf dem Bug chillen und ne Schule mit 50 Delfinen oder so um's Boot schwimmen.
Wir machten nen Stop im Sueden Costa Ricas, kauften frischen Proviant und grillten unseren Tunfisch und Barracuda und was wir noch alles so gefischt hatten. Waerend der rest der Crew an Land war tanzte ich auf Deck rum und genoss den Sonnenuntergang, was fuer eine Stimmung!
Wir wollten eigentlich im Norden Costa Ricas nochmal anlegen, da die Hafengebuer aber so teuer war entschieden wir weiter richtung Nicaragua zu segeln. Kurz vor der Grenze gingen wir in einer Bucht vor Anker  in der es wohl super Schnorchel(was auch immer) geben sollte. Wir sahen Fische ueber Fische, cooler Stopover! In Nicaragua fanden wir dann leider nicht wirklich einen Hafen in dem wir anlegen konnten, wie auch immer unser Segelguid war wohl nicht der beste. Wir stoppten vor nem Oelumschlaghafen und in noch nem Hafen mit grossen Tankern aber keinen Segelbooten. Da wir mittlerweile wirklich mal wieder ein bisschen Proviant gebrauchen koennten entschieden wir uns ohne verzoegerung weiter nach El Salvador zu segeln um dort im ersten Marinahafen neuen Proviant und vor allem Wasser zu Tanken. Laut unserem Guide war die Einfahrt zum ersten Marina nicht einfach, da die Wellen recht gross sind und die Sandbaenke wandern. Wir hatten aus unserem Guidebuch die anlaufpunkte und dachten wir weden schon im Marina ankommen. Die Wellen wuschen unser Deck waerend Luca versuchte die Punkte anzupeilen. Eine Welle brach genau zu unserer Backbort Seite undueberschwemmte unsere Kabine. Wir haben ein Foto wie die Welle auf s Boot zu rauscht, sieht gut aus das Foto. Ich habs geschossen, naja vielleicht haett ich doch die Tuer zur Kabine zumachen sollen anstatt mit dem Fokus der Kamera rumspielen. Wie auch immer unser boot war ueberflutet, hehe...
Als wir die erste Sandbank mit unserem Kiel rammten war noch alles klar... zweite Sandbank, dritte Sandbank... vierte Sandbank... wir steckten fest, nach 5 sekunden kam dann die rettende Welle und wusch uns frei. 180º Wende und nix wie raus aus dem Fiasko. Mann mann mann was ne action. Wir konnten nicht in dieses Marina einlaufen. 20 Meilen Noerdlich war ein weiteres Marina. Mit Glueck und Hilfe anderer umligender Bootskapitaene konnten wir die Marina Manager ueber Funk erreichen. Sie schickten einen Piloten auf nem Jet-ski raus der uns durch die Sandbaenke und die Wellen in s Marina guiden Wir mussten 15 min auf die richtige Welle warten. Luca hatte alle Haende voll zu tun, ich hab ihn noch nie so schwitzen gesehen! Die Welle kam,... vollgas beide Motoren auf 2000 Umdrehungen wir haben die Welle. Alle klammern sich in der Kabine (mit geschlossener Tuer) an irgendwas fest. Wir fuehlen wie wir richtung Land getragen werden, es fuehlt sich mega geil an mit nem 25 Tonnen Boot ne sechs Meter Welle zu surfen. Jim wir   seiner Tochter spaeter erzaehlen dass er schon immer surfen wollte, aber nie das passende Surfboard finden konnte. Endlich hier in El Salvador mit seinem 44Fuss, 25 tonnen Surfboot machte er seinen Traum war und surft mit 15.6 Knoten in die "Bahia del Sol" ein. (Wir hatten Hochstgeschwindigkeit 14.6 aber das weis seine Tochter ja nicht).
Das Marina war dann vom feinsten riessiger Pool nette Leute, also chillten wir fuer ne Woche und genossen die Sonne und den Rum den ein paar Sportfischer aus Nicaragua mitgebracht hatten. Das war der letzte Stop der "Against the Wind" da Jim ueber den Landweg nach Mexico ging. Also schnallten Andrew und ich wieder unsere Rucksaecke auf den Ruecken und machten uns mit den "Chickenbussen" auf nach Honduras.
Auf Roatan, einer Insel in der Karibik 40 min vom Hondurasischen Festland quartierten wir uns in nem kleinen Hotel ein. Die Insel ist beruehmt fuer die Tauchspots. Ich machte also zwei Tauchgaenge und konnte kaum glauben wie klar das Wasser war und wie beeindruckend die Korallenlandschaften sich um die ganze Insel zogen.
Von Roatan zogen wir weiter nach Belize ein kleiner Staat an der Karibikseite unterhalb Mexicos. Hier in Belize fanden wir bald einen schoenen Spot auf der Insel Caye Caulker. Hier gestaltete sich ne super Gruppen im Hostel. Eigentlich wollte jeder schon wieder weg sein von der Insel, da aber das Osterwochenende das Reisen recht schwerfaellig macht entschieden wir uns im Kollektiv zu bleiben und einfach mal 5 Tage das gute Leben zu feiern!
Ja so langsam kommt alles dem Ende entgegen, aber so wie es aussieht hab ich noch ein paar super Sachen auf mich warten!!! Tikal ich komme...

Gruesse
Mathias