Montag, 22. November 2010

mit dem Huehnerbus nach Columbien

Hola,
Es ist grade morgens frueh (9.30 Uhr,hahaaa) in Cali (Columbien) ich hab eigentlich Hunger auf ein Fruehstueck, aber jetzt mach ich erst mal wieder was fuer mein Gewissen. Den letzten Blog wollt ich eigentlich gar nicht online stellen, aber weil ich schonmal angefangen hatte was zu schreiben, hab ich mir halt gedacht: "so a kleines Aufwaehrmbloeggle kann nicht schaden!"

Bei Quito in Ecuador war ich das letzte (richtige) Mal stehen geblieben! Dort machten wir uns ein paar gemuetliche Tage im Hotel/Hostel von Gert. Der Deutsche Kollege ist jetzt 79 Jahre alt, jawol und er wird im Maerz 80!! Sein Schild an seinem "Hostal Zentrum" sagt aus: Bettenvermietung, Deutsches Essen und Biergarten" und das steht da so, in Deutsch! Der Kollege ist echt mal ein Orginal! Mit 72 ist er aus Deutschland ausgewandert und hat in Quito anfangen dieses Haus zu nem Hotel auszubauen, ALLEINE!
Nach ein paar Tagen Quito machten wir (Daniel, Kathrin und ich) uns auf nach Norden an die Columbianische Grenze. Das machten wir mit einem sogenannten Huehnerbus. Das heist, man kauft sich ein Ticket mit Platzreservierung am Schalter des riessigen Bus-Terminals und wartet dann 30min laenger auf den Bus als eigentlich angegeben ist. Dann wird der Rucksack im Stauraum untergebracht, neben ner Bananenstaude, so um die 50 zehn-Liter Eimern (neu gekauft/orginal verpackt) und ein Paar lebenden Tieren. Der Sitzplatz ist natuerlich schon belegt, und es ist nur noch einer in der hintersten Reihe frei, neben nem Typ in dicker Jacke, der das Fenster bis zum Anschlag aufgerissen hat. Der macht auch keine Anstalten sich normal hinzusetzen um dir zumindest 90% deines Sitzes zuzugestehen. So sitz ich dann 6 Stunden im Bus (75% meines Sitztes nutzend und mit nem in ne Bomberjacke eingepackten Arm in meiner Huefte) bis wir (nach ner Lanschaftschaftlich wunderschoenen Fahrt) in Tulcan ankommen. Dort gehts in nem "Collectivo"- Taxi, in diesem Fall eine Art Planwagen, an die Grenze Ecuador/Columbien! Grenzuebergang war kein Ding.
Jetzt waren wir also in Columbien, wo die Menschen wohl netter, huebscher und einfach auch mehr sind (Columbien ist das zweit meist bevoelkerte Land in Suedamerika nach Brazilien).
Im Reisefuerher steht, das man auf der Busfahrt von Ipialis (Grenzstaedtchen) nach Popayan, das so ca.6 Stunden im Norden liegt, auf jeden Fall auf der Rechten Busseite sitzen sollte, da da die Aussicht besser ist! Ich versuchte also beim Ticketkauf die Verkaeuferin davon zu ueberzeugen, dass sie uns doch drei Plaetze der komplet freien rechten Seite geben sollte. Aber irgendwie wollte sie das nicht machen, da dort die Leute sitzten die weiter nach Cali fahren! Was fuer eich Quatsch, aber mir war s dann auch egal. Naja zumindest so lang bis wir ne halbe Stunde gefahren waren und ich von meinem Fensterplatz (links) nur an nem Steilen Hang hinauf, oder auf der rechten Seite... neuer Satz, sonst wirds zu wild...  Also... Wenn ich meinen Kopf nach rechts drehte sah ich als erstes einen Film auf dem Bildschirm in der mitte ("A-Team" auf Spanisch = Furchtbar!) dann Daniel, dann auf der rechten Busseite schlafende Columbianer, die einfach so vor sich hinschliefen und ganz offensichtlich nicht die kleinste Notiz von den Wasserfaellen und dem in saftiges gruen getauchten Tal hinter ihrem VERDAMMTEN FENSTER nahmen! Ich haett echt am liebsten einen der Kollegen aufgeweckt und ihm meinen ueberaus langweiligen, aber zum pennen perfekten Platz angeboten. Naja so laeufts halt...
Wie auch immer, wir kamen Nachts mit 2 Stunden Verspaetung in Popayan an. Nahmen uns ein Hostel, und am naechsten Morgen ging es gleich weiter nach "San Augustin" weitere 6 Stunden Fahrt!
San Augustin ist ein kleines verschlafenes Nest in den Bergen! Das die Landschaft in Columbien super ist hab ich ja jetzt (wenn auch nicht aus der ersten Reihe) schon gesehen. In San Augustin waren die Menschen auch super nett, offen und Hilfsbereit an allen Ecken und Enden!
Wir machten uns auf, die Steinfiguren die von einer vergangenen Kultur aufgestellt wurden, zu erkunden. Wir dachten warum sollten wir das nicht zu Pferde machen. Gedacht, getan. Wir machten uns also hoch zu Pferde auf ne Tour. Das war echt genial, wir ritten durch die schoene Gegend und stoppten hie und da fuer ein Paar Fotos von Steinfiguren zu machen. Das Volk das diese wiederrum aufgestellt hat hatte nicht wirklich nen wohlklingenden Namen, wie Inka oder Maya, es waren einfach die "San Augustin´s". So oder so aehnlich...
Das wir am naechsten Tag nicht gleich weiterreisten kam mir (und vor allem meinem geschundenen Ruecken) sehr entgegen! Wir waren mit ner Hollaenderin auf den Ritt gegangen und die musste am Abend nen Bus nehmen, also machten wir die ganze Tour etwas schneller! Bessergesagt meinte unser Guid, wir waren die schnellste Tour die er je geleitet hatte! Das war von dem her gut, da wir echt viel Galopp geritten sind! Fuer die nichtreiter unter uns, das ist der zweite Gang den man beim Pferd einlegen kann, oder vielleicht auch schon der Dritte... und das ist schon ein bisschen geil!!! Wenn so ein Geschoss mal im lauf ist, hohoooo aber dann mal "holla die Waldfee". Galopp ist auf jeden Fall besser und einfacher zu reiten als so ein getrabe, das ist einfach nur anstrengend, weil du quasi permanent aus dem Takt kommst und dir nach den ersten 10Metern schon der Arsch und alles andere auch weh tut!
Auf jeden Fall tingelten wir von San Augustin auf nach Cali. Hier hatten wir schon ein Paar Leute (ueber Couchsurfing kennengelernt) die uns ein bisschen in der Stadt rum fuerhen wollten! Perfekt, so machten wir nen Abendspaziergang mit denen und feierten anschliessend noch ein bisschen. Es war Wochenende und wir hatten nix besseres zu tun, haha...  Cali ist ne schoene Stadt, und wir hatten ein paar nette Tage hier!
Jetzt gehts weiter nach Norden, der Bus geht um 12.30 Uhr oder auch nicht, mal sehen ich bin gespannt auf den 4 - 6 Stunden Trip!!
Entonces, vamos a ver...

Gruesse aus Colombia!!!!
Mathias

Sonntag, 21. November 2010

kuerzester Blog der Welt

Hi,
ich bin in Columbien, das Wetter laesst ein bisschen zu wuenschen uebrig. Menschen toll, essen super (wir kochen selber :-)
mit gehts gut!
machts gut!
Mathias

Freitag, 12. November 2010

Fiesta, Gulasch und Pool im Izhcayluma

Hola oder Narro,

heut ist ja Fasnetsanfang, von dem her kann man ja mal s erste Narro ausrufen!
Ich bin jetzt in Quito der Hauptstadt Ecuadors, bis hier her war es allerdings ein ordentlicher Weg! Bzw. es war sehr schwer den letzten Ort zu verlassen - Vilcabamba im sueden des Landes.
Ueber die Nationalen Feiertage vor zwei Wochen machte ich mich auf nach Cuenca, der Geburtsstadt des Panama Hutes. Hier wird Wocki jetzt wieder lautstark protestieren, da das Orginal Orginal wohl aus Santadingsbums an der Ecuadorianischen Kueste kommt :-) Wocki ist eigentlich Kendra, mit Buergerlichem Namen Kathrin... sie war mit Dani B. unterwegs und wollte aus unerklaerlichen Gruenden nochmal nach Sueden nach Vilcabamba. Also machten wir uns auf nen Trip gen Cuenca, diese Stadt erinnerte mich sehr stark an Cusco un Peru, viel Kolonialgebaeude! Es gab sehr viele Deutsche dort und wir trafen auch gleich wieder alte bekannte aus England und Schweden. Die Feiertage waren irgendwie ueber das ganze Wochenende und dann noch bis Mittwoch. Staendig waren irgendwelche Paraden, Konzerte und dann auch noch ein grosser Markt... Wir feierten ordentlich mit und machten hier und da mal ein bisschen Kultur. Auf engstem Raum waren 16 Kirchen die, eine schoener als die andere!! Die Local Leute waren super nett, kaum kamen wir in ne Bar sprach uns schon jemand an und wir waren mitten unter den Locals...
Wir hatten ein nettes Hostel und ueberall war schon Werbung fuer das Hostel "Izhcazluma" in Vilcabamba. Das war unser Fernziel!! Mit ner schoenen 5 Stunden Fahrt kamen wir dann am Mittwoch vor ner Woche in Vilcabamba an. Es war zwar schon dunkel, aber das Haeuschen in dem wir schliefen war schonmal super kompfortabel. Ich freute mich schon soooo mega auf den naechsten Morgen. Um acht Uhr morgens huepfte ich dann erst mal in den Pool, bei herrlichem Sonnenschein! Dann ans Buffet mit Pfannkuchen und Hausgebackenem Brot und der Weltbesten Aussicht! Die Aussicht war auch echt so wie sie beschrieben war, Ungalublich. Megaaaaaa schoen!!
Zwischen dem super Essen und dem geniesen der super Aussicht machten wir mal so ein paar Wanderungen in den Bergen, zu Wasserfaellen, auf den hoechsten Punkt in der Gegend usw...
Die Stimmung im Hostel war echt super++Am Sonntag warfen wir ne Muenze ob wir am Montag abend gehen oder erst am Dienstag. Beides waere irgendwie eh viel zu frueh gewesen, wie auch immer, unsere Muenze sagte an, das wir uns am Montag abend aus Vilcabamba zu verabschieden haetten. Wir schauten uns nicht mal an, machten irgedwie beide nur so ein eindeutiges "oooohhhhhhnnnoooooooooooo" Geraeusch. Dann schauten wir uns an, lachten und alles war klar. Wir machten uns Montag und Dienstag nochmal gemuetlich bei essen, wandern und nem Glaesschen Wein am Abend.
Zu dem Abend muss ich auch grad mal noch kurz was schreiben... Hier in Vilcabamba gibt es anscheinend das beste Wasser in Ecuador, somit werden die Menschen hier auch am aeltesten so ein paar 100Jaehrige rennen da schon im Staedtchen rum!! Auf jeden Fall gibt es hier auch ein paar Freaks (im Hochdeutsch vielleicht mit "verrurckte Idioten" zu uebersetzen) und ich denk mal ich trete denen nicht zu nahe wenn ich sie so benenne! Hier nur mal kurz um was es geht. Die bauen hier gerade Bunker und verkaufen die an Reiche Amerikaner die, genauso wie die Eingereisten hier, an den Weltuntergang 2012 glauben. Das ist jetzt echt kein Witz, die hatten in Vilcabamba ne Konferenz, erst vor 3 Wochen. Da trafen sich also die Verruecktesten unter Ihrer Sorte und redeten ne Woche lang ueber den Weltuntergang! Genau so ein Gespraech zwischen nem Hollaender und nem Amerikaner und noch so ein paar Kollegen durften wir am Montag abend nach unserem Abendessen mit hoerhen. kurzes Zitat: "es geht im enteffekt  nur um die Arche, die Arche ist das allerwichtigste" Es gibt einen Film mit dem Titel "2012" der ist wohl mega schlecht und diese Typen haben sich den ein bisschen zu sehr zu Herzen genommen. Zumindest hatten wir so am Nachbartisch ne heiden Freude!!
Schweren Herzens nahmen wir dann am Dienstag den Nachtbus nach Quito, natuerlich nicht ohne noch ein letztes mal Geschnaetzeltes mit Spaetzle zu essen. Ach das haett ich vielleicht erwaehnen koennen, die beiden Brueder die die Anlage (Izhcayluma) aufgebaut haben sind Bayrische Schwaben...

Jetzt sind wir in Quito und wieder zusammen mit Dani B. Wir sind wohl noch ein zwei Tage hier, dann gehts nach Columbien!! Auf dieses Land bin ich mal mega gespannt!! Alle die ich bisher getroffen habe erzaehlen nur in den hoechsten Toenen von der Perle des Nordens! Vamos a ver...

das wars mal wieder so zwischendurch!
viele Gruesse
Mathias