Alla zuletzt hab ich ja von Stockholm aus geschrieben, nach ner Stadtbesichtigung sind wir Schwedisch essen gegangen, Köttbullar mit gekochten Kartoffeln, kennt bestimmt jeder aus dem IKEA. Anschließend gab’s ne kleine Tour durch s Nachtleben.
Im Supermarkt bekommt man in Schweden nur „Leichtöl“ das hat dann 2,8%vol. und schmeckt wie altes Wasser, normales Bier gibt’s da nur in so Spezialläden, die dafür ne Genehmigung haben. Hat so was von Superreich oder Schwerverbrecher wenn Mann da reingeht, und reich muss Mann echt sein wenns dann mal was vom „normalen“ Bier sein soll. Wir haben uns dass dann auch gespart.
Am nächsten morgen sind wir aufgebrochen in Richtung Vättern, das ist Schwedens zweitgrößter See. Dort angekommen fanden wir nen Stellplatz in der Nähe eines Fischerhafens. Jetzt hieß es erst mal angeln. Die Angel hatten wir uns in Stockholm gekauft. Da jeder unserer Reiseführer was anderes sagte, entschieden wir uns einfach für die Info aus einem, nämlich dass man an den Vier größten Schwedischen Seen auf kleine Fische angeln darf. Leider hatten wir kein Glück. Also gab es keinen Fisch zum Abendessen. Schade, aber wir hatten immerhin ein Ziel, wir wollten einen Fisch! Sollte aber vorerst nicht so schnell klappen wie wir das wollten… Egal, am nächsten Tag, nunmehr der 9. unserer Reis fuhren wir auf die andere Seite des Vättern. Wir wollten natürlich auch was von der Schwedischen Natur sehen, da wäre es ja ein Frevel wenn wir unser Wanderschuhe daheim gelassen hätten. Also stand eine Wanderung auf unserem Tagesplan. Dafür hatten wir uns inzwischen den Tiveden Nationalpark in der nähe von Olshammer (zwischen Vättern-See und Vänern-See) ausgesucht. In Schweden ist das ja mal ne perfekte Touristeninformationspolitik! So gut wie vor jeder größeren Stadt gibt es an der Straße Schaukästen mit Landkarten der Region. Da steht dann alles Wissenswerte drauf und man kann sich aus einer Art Briefkasten Landkarten mitnehmen. So planten wir eigentlich recht kurzfristig aus den neuesten Infos die wir hatten unsere Tagestrips. Funktionierte perfekt!
Im Infohäuschen des Nationalparks saß sogar eine Deutsche, die uns eine schöne Route empfahl. Aber die Sprache war eigentlich nie ein Problem. Die da Oben sprechen alle perfekt Englisch, liegt wohl auch daran, dass die nur 3 Schwedische Fernsehsender haben, der Rest ist Englisch mit Untertitel.
Jetzt aber zur Tour zurück. Also packten wir unsere Rucksäcke mit etwas Proviant und marschierten los. Das Wetter war super und auf der Wanderung kamen wir dann aus dem Staunen nicht mehr raus.
Aber mit der übernächsten Ausfahrt hatten wir dann Glück! Unser Platz für den Abend war an einem kleinen Ausläufer des Vättern, mit Abendsonne und schönem Ausblick, und der Möglichkeit sich im See zu waschen. Nicht dass Ihr jetzt denkt, wir haben uns in den zwei Wochen nur zweimal gewaschen, nein, wir hatten ne Campingdusche dabei, mit der war das mit dem Waschen schon fast so was wie normal Duschen daheim!Sooo, am nächsten morgen, das war dann Freitag der 22.8.08 (so langsam verließ uns aber jedes Zeitgefühl) machten wir uns dann auf zu Schwedens größtem See, denn Vänern, mit einer Fläche von 5.648 km2 ist er der größte See des Landes, im vergleich zum Bodensee mit seinen 535 km². Zwischenstopp machten wir in Lidköpping (Lidschöping) mit einem kleinen Stadtbummel. Wir fanden dann später einen Stellplatz in einer kleinen Bucht, neben einem alten Boot, das glaube ich schon lange nix mehr vom See gesehen hat.
Australien ich komme… Macht es gut und bleibt sauber.
Gruß Mathias
1 Kommentar:
Hey Matze,
cooler Bericht! Klingt ja richtig supi was ihr da so erlebt habt! bin ja mal mehr als gespannt auf australien und neuseeland... und fütter uns immer schön weiter mit infos :-)
werden uns wohl nimmer sehen, also vonhier aus dann mal viel spaß und gute reise in down under!
Brunzi
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